Staffel 2: Lost in Space
Episode 18

Was bleibt

What Remains

Wir halten an vielem fest: Vorstellungen davon, wie die Dinge sein sollten. Bilder von uns selbst und anderen. Sicherheiten, die wir für unverrückbar halten.

Aber das Leben fordert uns immer wieder auf, loszulassen. Menschen gehen, Situationen ändern sich, Überzeugungen werden erschüttert. Was bleibt, wenn das Festgehaltene wegfällt?

Zunächst oft: Schmerz. Das Ego wehrt sich gegen Verlust. Es identifiziert sich mit dem, was es besitzt – materiell und immateriell. Loslassen fühlt sich an wie Sterben.

Aber hinter dem Schmerz liegt etwas anderes. Wenn die erste Welle der Trauer vorüber ist, kann sich eine seltsame Leichtigkeit einstellen. Der Griff lockert sich. Was als Verlust begann, wird zu Befreiung.

Loslassen bedeutet nicht, dass etwas wertlos war. Es bedeutet anzuerkennen, dass nichts von Dauer ist. Alles fließt, wie die alten Griechen sagten. Widerstand gegen diesen Fluss erzeugt Leiden.

Was bleibt, wenn wir nicht mehr festhalten? Das nackte Erleben. Die Fähigkeit, gegenwärtig zu sein, ohne dass alles so sein muss, wie wir es uns vorstellen. Eine Offenheit für das, was kommt.

Das klingt vielleicht passiv, ist es aber nicht. Wer loslassen kann, wird handlungsfähiger. Er reagiert auf das, was ist – nicht auf das, was sein sollte. Er ist flexibler, weniger von Angst getrieben.

Was bleibt am Ende? Vielleicht nur das Bewusstsein selbst. Der Raum, in dem alles erscheint und vergeht. Und die Erkenntnis, dass dieses Kommen und Gehen nicht das Problem ist – sondern das Leben selbst.

DIE MINDSHIFT-REIHE

The Quiet Shift

Neuerscheinung 2026
Cover: The Quiet Shift

Was passiert mit uns, wenn wir täglich Stunden in Feeds verbringen, die nicht für Wahrheit oder Bildung optimiert sind – sondern für Bindung und Verweildauer? „The Quiet Shift" erzählt von einer stillen Revolution: Wie Algorithmen unsere Aufmerksamkeit formen, warum Kinder anders aufwachsen als je zuvor, und was wir tun können, um in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

Warum dieses Buch „hochkurativ" wirkt

Social-Media-Feeds sind keine Fenster zur Welt – sie sind Spiegel, die zeigen, was uns am längsten online hält. Nicht unbedingt das, was wahr, sinnhaft und bildungsfördernd ist. Wir erleben gerade einen Wandel: vom Informationszeitalter zur Aufmerksamkeitsökonomie. Dieses Buch fragt, was das mit uns macht.

Mit KI lässt sich erstmals „Überzeugung" produzieren – ohne Wahrheit. Wenn sich etwas richtig anfühlt, fragen wir kaum noch nach Beweisen. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, unsere Stimmung, unser Denken? Und wie können wir unterscheiden, was echt ist?

Klarheit oder algorithmische Ohnmacht?

7-labs

Information muss frei bleiben.

Hier ist das Buch in 7 Kapiteln und 21 Episoden zusammengefasst – die Essenz einer 7-jährigen Reise.

Zu den Episoden

Gedruckte Ausgabe

Erscheinungsdatum: 7. Februar 2026

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Der Ausgangspunkt: Was ist Bewusstsein? Woher kommt unser Erleben? Und wie hängt unsere persönliche Wahrnehmung mit der Welt zusammen? Im Zentrum steht die These, dass nicht die Welt unser Bewusstsein hervorbringt, sondern unser Bewusstsein die Welt erfahrbar macht.

BewusstseinRealitätInformationIdentitätResonanzVerbundenheit

Das emotionale Herzstück der Reihe. Es verbindet Erkenntnisse der modernen Physik mit seelischen Bewegungen: Quantenfluktuationen, Zeitdilatation und die Gesetze der Resonanz werden sinnlich erfahrbar gemacht.

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Hakan Özgür

Geboren 1976, lebt zwischen Dresden und Izmir. Verbindung von bildender Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Reflexion.

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