Staffel 2: Lost in Space
Episode 17

Wie Zeit entsteht

How Time Arises

Zeit scheint so selbstverständlich: Gestern, heute, morgen. Ein gleichmäßiger Fluss von der Vergangenheit in die Zukunft. Aber ist Zeit wirklich so einfach?

Die Physik zeigt: Zeit ist relativ. Je schneller du dich bewegst, desto langsamer vergeht sie für dich. In der Nähe schwerer Massen verlangsamt sie sich ebenfalls. Es gibt keine universelle Gegenwart, auf die sich alle einigen könnten.

Noch merkwürdiger: Die Grundgleichungen der Physik unterscheiden nicht zwischen Vorwärts und Rückwärts in der Zeit. Die Zeitrichtung, die wir erleben, ist physikalisch gesehen ein Rätsel.

Für unser Erleben ist die Zeitrichtung jedoch eindeutig. Wir erinnern uns an die Vergangenheit, nicht an die Zukunft. Ursachen kommen vor Wirkungen. Das Ei zerbricht, aber es setzt sich nie spontan zusammen.

Das subjektive Zeiterleben ist dabei erstaunlich flexibel. In Momenten völliger Versunkenheit scheint die Zeit zu fliegen. Beim Warten dehnt sie sich. In Gefahrensituationen scheint sie langsamer zu werden.

Streng genommen existiert für uns nur die Gegenwart. Die Vergangenheit ist Erinnerung – ein gegenwärtiger Bewusstseinszustand. Die Zukunft ist Erwartung – ebenfalls gegenwärtig. Das "Jetzt" ist alles, was wir je haben.

Zeit ist vielleicht weniger eine Eigenschaft der Welt als eine Form, wie Bewusstsein Erfahrung ordnet. Wir strukturieren den Strom der Erlebnisse in Vorher und Nachher. Ohne Bewusstsein – keine erlebte Zeit.

DIE MINDSHIFT-REIHE

The Quiet Shift

Neuerscheinung 2026
Cover: The Quiet Shift

Was passiert mit uns, wenn wir täglich Stunden in Feeds verbringen, die nicht für Wahrheit oder Bildung optimiert sind – sondern für Bindung und Verweildauer? „The Quiet Shift" erzählt von einer stillen Revolution: Wie Algorithmen unsere Aufmerksamkeit formen, warum Kinder anders aufwachsen als je zuvor, und was wir tun können, um in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

Warum dieses Buch „hochkurativ" wirkt

Social-Media-Feeds sind keine Fenster zur Welt – sie sind Spiegel, die zeigen, was uns am längsten online hält. Nicht unbedingt das, was wahr, sinnhaft und bildungsfördernd ist. Wir erleben gerade einen Wandel: vom Informationszeitalter zur Aufmerksamkeitsökonomie. Dieses Buch fragt, was das mit uns macht.

Mit KI lässt sich erstmals „Überzeugung" produzieren – ohne Wahrheit. Wenn sich etwas richtig anfühlt, fragen wir kaum noch nach Beweisen. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, unsere Stimmung, unser Denken? Und wie können wir unterscheiden, was echt ist?

Klarheit oder algorithmische Ohnmacht?

7-labs

Information muss frei bleiben.

Hier ist das Buch in 7 Kapiteln und 21 Episoden zusammengefasst – die Essenz einer 7-jährigen Reise.

Zu den Episoden

Gedruckte Ausgabe

Erscheinungsdatum: 7. Februar 2026

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Weitere Bücher der Reihe

Der Ausgangspunkt: Was ist Bewusstsein? Woher kommt unser Erleben? Und wie hängt unsere persönliche Wahrnehmung mit der Welt zusammen? Im Zentrum steht die These, dass nicht die Welt unser Bewusstsein hervorbringt, sondern unser Bewusstsein die Welt erfahrbar macht.

BewusstseinRealitätInformationIdentitätResonanzVerbundenheit

Das emotionale Herzstück der Reihe. Es verbindet Erkenntnisse der modernen Physik mit seelischen Bewegungen: Quantenfluktuationen, Zeitdilatation und die Gesetze der Resonanz werden sinnlich erfahrbar gemacht.

IdentitätResonanzKosmosEinsamkeitVerbundenheitOrdnung & Chaos

Ein interdisziplinäres Werk, das untersucht, wie KI unsere Gesellschaft, unser Selbstbild und menschliches Verhalten verändert. Es geht um die stillen Verschiebungen, die Algorithmen in unser Denken, Fühlen und Handeln einpflanzen.

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Die praxisnaheste Ausarbeitung der Reihe. Zentrale Frage: Wer bin ich – wenn KI mitarbeitet? Es zeigt, wie sich Beruf und Identität zunehmend entkoppeln und welche menschlichen Kompetenzen unersetzbar bleiben.

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Hakan Özgür

Geboren 1976, lebt zwischen Dresden und Izmir. Verbindung von bildender Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Reflexion.

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