Staffel 2: Lost in Space
Episode 20

Liebe als Prinzip

Love as a Principle

Liebe wird oft als Gefühl beschrieben – romantisch, leidenschaftlich, flüchtig. Aber vielleicht ist Liebe mehr als ein Gefühl. Vielleicht ist sie ein Prinzip.

Auf der einfachsten Ebene ist Liebe Verbundenheit. Die Erkenntnis, dass das Wohlergehen des anderen nicht getrennt ist vom eigenen. Wenn dir jemand wirklich wichtig ist, freust du dich an seiner Freude und leidest an seinem Leid.

Diese Verbundenheit hat biologische Wurzeln. Evolution hat uns so programmiert, dass wir für Verwandte sorgen – sie tragen unsere Gene. Aber Liebe reicht weiter. Wir können Verbundenheit mit Fremden, mit Tieren, mit der Natur empfinden.

Empathie ist die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. Sie ermöglicht Liebe über die biologische Verwandtschaft hinaus. Wir können fühlen, was andere fühlen – und aus diesem Mitgefühl handeln.

Der tiefste Wunsch ist vielleicht, gesehen und verstanden zu werden. Nicht nur oberflächlich, sondern wirklich. Jemanden zu haben, der uns kennt und trotzdem – oder gerade deshalb – annimmt.

Liebe als Prinzip bedeutet: die Trennung zwischen Ich und Du als nicht absolut zu sehen. Zu erkennen, dass wir alle im selben Lebensfluss schwimmen. Dass das, was dem anderen geschieht, uns etwas angeht.

Das ist keine Schwäche. Verbundenheit macht nicht verletzlich – Isolation macht verletzlich. Wer sich als Teil eines größeren Ganzen versteht, steht stabiler als jemand, der sich allein gegen die Welt wähnt.

Vielleicht ist Liebe die angemessene Antwort auf die Tatsache, dass wir alle aus demselben Stoff gemacht sind. Dass die Grenzen, die wir ziehen, praktisch nützlich, aber nicht letztgültig sind.

DIE MINDSHIFT-REIHE

The Quiet Shift

Neuerscheinung 2026
Cover: The Quiet Shift

Was passiert mit uns, wenn wir täglich Stunden in Feeds verbringen, die nicht für Wahrheit oder Bildung optimiert sind – sondern für Bindung und Verweildauer? „The Quiet Shift" erzählt von einer stillen Revolution: Wie Algorithmen unsere Aufmerksamkeit formen, warum Kinder anders aufwachsen als je zuvor, und was wir tun können, um in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

Warum dieses Buch „hochkurativ" wirkt

Social-Media-Feeds sind keine Fenster zur Welt – sie sind Spiegel, die zeigen, was uns am längsten online hält. Nicht unbedingt das, was wahr, sinnhaft und bildungsfördernd ist. Wir erleben gerade einen Wandel: vom Informationszeitalter zur Aufmerksamkeitsökonomie. Dieses Buch fragt, was das mit uns macht.

Mit KI lässt sich erstmals „Überzeugung" produzieren – ohne Wahrheit. Wenn sich etwas richtig anfühlt, fragen wir kaum noch nach Beweisen. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, unsere Stimmung, unser Denken? Und wie können wir unterscheiden, was echt ist?

Klarheit oder algorithmische Ohnmacht?

7-labs

Information muss frei bleiben.

Hier ist das Buch in 7 Kapiteln und 21 Episoden zusammengefasst – die Essenz einer 7-jährigen Reise.

Zu den Episoden

Gedruckte Ausgabe

Erscheinungsdatum: 7. Februar 2026

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Der Ausgangspunkt: Was ist Bewusstsein? Woher kommt unser Erleben? Und wie hängt unsere persönliche Wahrnehmung mit der Welt zusammen? Im Zentrum steht die These, dass nicht die Welt unser Bewusstsein hervorbringt, sondern unser Bewusstsein die Welt erfahrbar macht.

BewusstseinRealitätInformationIdentitätResonanzVerbundenheit

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Hakan Özgür

Geboren 1976, lebt zwischen Dresden und Izmir. Verbindung von bildender Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Reflexion.

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