Die Skalierung von Plausibilität
The Scaling of Plausibility
Dank KI kann Überzeugungskraft nun industriell gefertigt werden. Diese Episode ist das Herzstück der technologischen Analyse.
Wir untersuchen, wie generative Modelle Texte, Bilder und Videos erstellen, die sich „richtig" anfühlen, ohne wahr zu sein. Ein perfekt formulierter Absatz. Ein fotorealistisches Bild. Ein Video einer Person, die etwas sagt, was sie nie gesagt hat.
Diese Inhalte sind nicht wahr. Aber sie sind plausibel. Und in einer Welt der Überforderung ist Plausibilität oft genug. Wir prüfen nicht mehr – wir spüren. Und wenn es sich richtig anfühlt, glauben wir.
Plausibilität ist die neue Wahrheit. Nicht was ist, sondern was sein könnte. Nicht Fakten, sondern Gefühl. Nicht Beweis, sondern Überzeugungskraft.
Früher war die Erstellung überzeugender Lügen aufwändig. Man brauchte Talent, Zeit, Ressourcen. Heute kann jeder mit einem Laptop in Minuten produzieren, wofür früher Studios nötig waren.
Wir lernen, dass ein perfekt formuliertes Argument kein Beweis für Integrität ist, sondern nur ein Beweis für statistische Wahrscheinlichkeit. Das KI-Modell hat gelernt, was überzeugend klingt – nicht was wahr ist.
Das Manifest fordert eine neue Skepsis gegenüber dem „Glatten". Misstrauen Sie der Perfektion. Suchen Sie die Kanten. Fragen Sie nach der Quelle. Im Zeitalter der synthetischen Plausibilität ist Vorsicht gegenüber dem Überzeugenden Pflicht.





