Staffel 4: Berufliche Identität im KI-Zeitalter
Episode 102

Identität jenseits der Arbeit

Identity Beyond Work

In modernen Gesellschaften definieren sich Menschen stark über ihre Arbeit. "Was machst du?" ist oft die erste Frage bei Begegnungen. Der Beruf gibt Status, Identität, Zugehörigkeit.

Aber was, wenn diese Identität brüchig wird? Wenn der Beruf, über den man sich definierte, entwertet oder überflüssig wird?

Das ist die existenzielle Dimension der KI-Disruption. Sie betrifft nicht nur Einkommen und Beschäftigung. Sie betrifft das Selbstbild.

Eine mögliche Antwort: Identität diversifizieren. Nicht nur über den Job definieren, sondern über Beziehungen, Werte, Interessen, Gemeinschaften.

Eine andere: Den Sinn von Arbeit neu denken. Nicht nur als Broterwerb oder Karriere, sondern als Beitrag, als Ausdruck, als Dienst.

Historisch war Arbeit nicht immer so zentral für die Identität. In anderen Epochen und Kulturen definierten sich Menschen über Familie, Religion, Gemeinschaft. Die Fixierung auf Beruf ist relativ neu.

Vielleicht ermöglicht die KI-Ära eine Befreiung: von der übermäßigen Identifikation mit Arbeit. Hin zu einem reicheren, vielfältigeren Verständnis von Selbst. Wer bin ich? Nicht: was ich tue. Sondern: wie ich lebe, liebe, denke.

DIE MINDSHIFT-REIHE

The Quiet Shift

Neuerscheinung 2026
Cover: The Quiet Shift

Was passiert mit uns, wenn wir täglich Stunden in Feeds verbringen, die nicht für Wahrheit oder Bildung optimiert sind – sondern für Bindung und Verweildauer? „The Quiet Shift" erzählt von einer stillen Revolution: Wie Algorithmen unsere Aufmerksamkeit formen, warum Kinder anders aufwachsen als je zuvor, und was wir tun können, um in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

Warum dieses Buch „hochkurativ" wirkt

Social-Media-Feeds sind keine Fenster zur Welt – sie sind Spiegel, die zeigen, was uns am längsten online hält. Nicht unbedingt das, was wahr, sinnhaft und bildungsfördernd ist. Wir erleben gerade einen Wandel: vom Informationszeitalter zur Aufmerksamkeitsökonomie. Dieses Buch fragt, was das mit uns macht.

Mit KI lässt sich erstmals „Überzeugung" produzieren – ohne Wahrheit. Wenn sich etwas richtig anfühlt, fragen wir kaum noch nach Beweisen. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, unsere Stimmung, unser Denken? Und wie können wir unterscheiden, was echt ist?

Klarheit oder algorithmische Ohnmacht?

7-labs

Information muss frei bleiben.

Hier ist das Buch in 7 Kapiteln und 21 Episoden zusammengefasst – die Essenz einer 7-jährigen Reise.

Zu den Episoden

Gedruckte Ausgabe

Erscheinungsdatum: 7. Februar 2026

Im BoD Buchshop vorbestellen

Weitere Bücher der Reihe

Der Ausgangspunkt: Was ist Bewusstsein? Woher kommt unser Erleben? Und wie hängt unsere persönliche Wahrnehmung mit der Welt zusammen? Im Zentrum steht die These, dass nicht die Welt unser Bewusstsein hervorbringt, sondern unser Bewusstsein die Welt erfahrbar macht.

BewusstseinRealitätInformationIdentitätResonanzVerbundenheit

Das emotionale Herzstück der Reihe. Es verbindet Erkenntnisse der modernen Physik mit seelischen Bewegungen: Quantenfluktuationen, Zeitdilatation und die Gesetze der Resonanz werden sinnlich erfahrbar gemacht.

IdentitätResonanzKosmosEinsamkeitVerbundenheitOrdnung & Chaos

Ein interdisziplinäres Werk, das untersucht, wie KI unsere Gesellschaft, unser Selbstbild und menschliches Verhalten verändert. Es geht um die stillen Verschiebungen, die Algorithmen in unser Denken, Fühlen und Handeln einpflanzen.

ArbeitBeziehungenIdentitätMachtverhältnisseKreativitätZukunft

Die praxisnaheste Ausarbeitung der Reihe. Zentrale Frage: Wer bin ich – wenn KI mitarbeitet? Es zeigt, wie sich Beruf und Identität zunehmend entkoppeln und welche menschlichen Kompetenzen unersetzbar bleiben.

Sinn & SelbstwertNeue RollenVerlustangstCo-KreationResilienzMenschlichkeit

Hakan Özgür

Geboren 1976, lebt zwischen Dresden und Izmir. Verbindung von bildender Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Reflexion.

artful-spaces.com besuchen