KI und Menschlichkeit
AI and Humanity
Lange definierten wir uns über Fähigkeiten: Sprache, Werkzeuggebrauch, abstraktes Denken. Maschinen konnten das nicht – also waren das menschliche Eigenschaften.
Jetzt können Maschinen sprechen, Werkzeuge erschaffen, abstrakt denken. Was bleibt?
Vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Menschlichkeit liegt nicht in Fähigkeiten, sondern in der Art des Erlebens. Wir fühlen, hoffen, fürchten, lieben. Wir fragen nach Sinn. Wir wissen, dass wir sterben werden.
Diese Dimension fehlt KI vollständig. Sie funktioniert, aber sie erlebt nicht. Sie kann über Trauer schreiben, aber sie trauert nicht. Sie kann Liebe beschreiben, aber sie liebt nicht.
Das Menschliche ist das Lebendige. Die Verletzlichkeit. Die Sterblichkeit. Die Suche nach Bedeutung in einer endlichen Existenz.
Statt zu fragen "Was kann KI?", sollten wir fragen "Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?". Und dann diese Menschlichkeit kultivieren – nicht trotz KI, sondern gerade weil es KI gibt.
Je mehr Maschinen wie Menschen wirken, desto wichtiger wird es, wirklich menschlich zu sein.





