Staffel 5: The Quiet Shift
Episode 121

Identität im Klimawandel

Identity in Climate Change

Hier blicken wir auf die junge Generation. Wie bildet man ein stabiles Selbst, wenn das Feedback permanent, öffentlich und algorithmisch verzerrt ist?

Diese Episode nutzt das Motiv der existentiellen Verlorenheit, um die Situation der „Generation Feed" zu beschreiben. Diese Generation ist nicht verloren im Weltraum. Sie ist verloren im Strom.

Identität wurde immer in Beziehungen gebildet. In der Familie. In der Schule. In der Nachbarschaft. Überschaubare Kreise, deren Reaktionen eingeordnet werden konnten.

Heute ist der Kreis unendlich. Das Publikum unsichtbar. Die Reaktion unberechenbar. Ein Post kann ignoriert werden oder viral gehen. Dieselbe Handlung kann gefeiert oder vernichtet werden – abhängig von Faktoren, die niemand versteht.

Identität wird zu einer endlosen Optimierung für einen unsichtbaren Zuschauer. Wer bin ich? Das, was Likes bekommt. Was ich wert bin? Das, was die Zahlen sagen.

Wir fordern Räume der Unbeobachtetheit, in denen echtes Wachstum möglich ist. Räume, in denen Fehler keine Karrieren beenden. In denen man experimentieren kann, ohne dokumentiert zu werden. In denen Entwicklung stattfinden kann, ohne Performance-Druck.

Die junge Generation braucht nicht mehr Technik. Sie braucht mehr Schutz vor Technik. Mehr Stille. Mehr Unsichtbarkeit. Mehr Raum zum Werden.

DIE MINDSHIFT-REIHE

The Quiet Shift

Neuerscheinung 2026
Cover: The Quiet Shift

Was passiert mit uns, wenn wir täglich Stunden in Feeds verbringen, die nicht für Wahrheit oder Bildung optimiert sind – sondern für Bindung und Verweildauer? „The Quiet Shift" erzählt von einer stillen Revolution: Wie Algorithmen unsere Aufmerksamkeit formen, warum Kinder anders aufwachsen als je zuvor, und was wir tun können, um in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

Warum dieses Buch „hochkurativ" wirkt

Social-Media-Feeds sind keine Fenster zur Welt – sie sind Spiegel, die zeigen, was uns am längsten online hält. Nicht unbedingt das, was wahr, sinnhaft und bildungsfördernd ist. Wir erleben gerade einen Wandel: vom Informationszeitalter zur Aufmerksamkeitsökonomie. Dieses Buch fragt, was das mit uns macht.

Mit KI lässt sich erstmals „Überzeugung" produzieren – ohne Wahrheit. Wenn sich etwas richtig anfühlt, fragen wir kaum noch nach Beweisen. Was bedeutet das für unsere Beziehungen, unsere Stimmung, unser Denken? Und wie können wir unterscheiden, was echt ist?

Klarheit oder algorithmische Ohnmacht?

7-labs

Information muss frei bleiben.

Hier ist das Buch in 7 Kapiteln und 21 Episoden zusammengefasst – die Essenz einer 7-jährigen Reise.

Zu den Episoden

Gedruckte Ausgabe

Erscheinungsdatum: 7. Februar 2026

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Der Ausgangspunkt: Was ist Bewusstsein? Woher kommt unser Erleben? Und wie hängt unsere persönliche Wahrnehmung mit der Welt zusammen? Im Zentrum steht die These, dass nicht die Welt unser Bewusstsein hervorbringt, sondern unser Bewusstsein die Welt erfahrbar macht.

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